Das Lied vom traurigen Sonntag

In den Kommentaren zum letzten Post habe ich noch über die blühende Beschaffungskriminalität gefrotzelt. Auslöser und Erinnerung an das Junkieproblem in Leipzig war eine wenige Tage vorher eingeworfene Autoscheibe in einer Nebenstraße bei meiner Wohnung. Keine zwei Tage nach dem Kommentar hat es mich nun auch getroffen. Am Samstag wurde eine Scheibe meines Autos eingeworfen und der Innenraum nach Verkaufbarem durchwühlt. Die opulente Beute waren drei CDs. Die Polizei interessiert es am Meisten, ob ich denn einen Brief erhalten möchte, wenn das Verfahren bald ergebnislos eingestellt wird. Die Versicherung würde den Schaden selbstverständlich bezahlen, wenn da nicht die Selbstbeteiligung wäre. HASS!
Populistische Thesen, wie man die verdammten Junkies Drogenszene aus der Stadt bekäme, spare ich mir am Besten. Ich weiß, dass es nicht so einfach ist, aber derzeit bin ich einfach nur wütend. Und ja, Wut führt zu Hass und Hass ist der Pfad zur dunklen Seite der Macht, aber dennoch…

Bild der eingeschlagenen Dreiecksscheibe

Nun aber zum besseren Teil des Wochenendes. Am Freitag schlug Micha B. hier auf, ich habe mir mal wieder eine leckere Haxe gegönnt und danach spielten Johnnie Rook, die Eastside Boys und Dritte Wahl im Conne Island zum Tanze. Johnnie Rook kannte ich bis zum Konzert nicht und war besonders von Sängerin & hüpfendem Irrwisch Franziska positiv überrascht. Guter Gesang und eine starke Bühnenpräsenz! Bei den Eastside Boys wurde es langsam kuscheliger im Saal, bevor dann Dritte Wahl wieder einmal mehr als zwei Stunden ehrliche Punkrock-Arbeit ablieferten.
Am Samstag kletterten der Micha und ich dann auf das Völkerschlachtdenkmal und besuchten das Everest-Panorama im Gasometer, bevor rechtzeitig zur Übertragung des letzten Bundesligaspieltages der Roman zu uns stieß. Nach der höchst kurzweiligen Bundesligakonferenz und dem nächtlichen Besuch auf dem Polizeipräsidium ging es dann weiter in die Moritzbastei, um noch einmal das Tanzbein zu schwingen.

Ein (heroischer) Poser auf dem Völki

Ansonsten hat sich, nachdem Micha und Roman am Sonntag wieder nach Berlin aufgebrochen waren, herausgestellt, dass das Beamen offenbar immer noch nicht funktioniert. Ich verurteile dies hiermit auf’s Schärfste. Kann das nicht _endlich_ mal jemand hinbiegen? Bitte? Gloomy Sunday…

Zum Schluss noch ein Video von Matthias. Der hat gestern Eierkuchen gemacht und das Aufschlagen der Eier gefilmt. Nicht spektakulär? Abwarten!

Mehr Infos von Matthias: In so einem Bio-Ei von einem handgestreichelten Vogel Strauß findet der Inhalt von circa 24 Hühnereiern Platz und mit 18 Euro ist das Ei geradezu ein Schnappen. Über den Geschmack wurde nichts Besonderes berichtet, also gehe ich trotz des etwas zweifelhaften Looks von „unspektakulär, eiig“ aus. Guten Appetit!

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5 Gedanken zu „Das Lied vom traurigen Sonntag

  1. Micha M.

    Hättest du dir mal besser nicht so ne Bonzenkarre geholt 😉

    Aber vielleicht war’s aber auch nur der allgemeine Hass auf Franzosen ^^

    Wie oft hat Micha B. eigentlich nach Essbarem gejammert? 😀

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    1. Riipa

      Laut dem aufnehmenden POM war wohl die leere handyhalterung „schuld“. Weil die Junkies annehmen, dass dann ein Navi im Handschuhfach liegt. Deppen.

      Der Micha hat ni gejammert, sondern ist brav mit auf das Völkerschlachtdenkmal geklettert. Gut, danach isser erschöpft beim Fußi aufm Sofa eingeknackt, aber irgendwas is ja immer…

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  2. Els

    Wenn ich meine Methode der Bevölkerungsausdünnung in Berlin perfektioniert habe, komm ich gerne mal in Leipzig vorbei. Leider sieht meine Zar-Methode aber keine Differenzierung nach Bevölkerungsschichten vor. Ich glaube, die leichte Streuung könnte auch Kollateralschäden an Nicht-Junkies verursachen.
    Besser Du parkst dann etwas Auswärts – Auf dem Brocken vllt., wenn Du die Junkies glühend in die Stratosphäre springen sehn willst.

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