O Captain! My Captain!

Inzwischen neigt sich schon der sechste Monat bei Softgames in Berlin seinem Ende entgegen und es ist wohl an der Zeit für ein Lebenszeichen.

Anfangs beschwerte sich mein Rücken lauthals darüber, des Nächtens plötzlich wieder auf dem harten Boden der Tatsachen zu liegen, denn die neue Wohnung war noch recht kahl und leer. Inzwischen ist der Umzug bewältigt und mein Rücken und ich sind mit der Arbeit der Firma Holtke höchst zufrieden.

Micha

ILA

Schweiz

Still Alive

Lange Zeit wirkte es nicht so, aber Riipa.de ist noch nicht völlig am Ende. Im Laufe der Jahre haben sich hier in mehr als 270 Posts so viele Gedanken und Erinnerungen angesammelt, dass die Seite nicht einfach so verschwinden sollte.

Nachdem ich mit einfachem HTML begonnen hatte, stieg ich recht schnell auf Rose News um, das mir lange Jahre treue Dienste erwies, bevor der nicht mehr länger gepflegte Code einfach zu spamanfällig geworden war und ich die Kommentare quasi immer deaktiviert lassen musste. Seit 2008 habe ich auf der Seite Serendipity als Content Management System verwendet und nachdem ich einige Jahre höchst zufrieden war, wollte ich nun schon länger auf WordPress umsteigen, aber konnte einfach keinen Importer finden, der Einträge und Kommentare gleichermaßen in die schöne, neue Welt herüberrettet. Die mangelnde Weiterentwicklung (Ein Muster zeigt sich!) von Serendipity war mir schon länger ein Dorn im Auge. Mit dem vorsintflutlichen Backoffice konnte ich leben, aber seit der verstärkten Gewichtung mobiler Inhalte durch Google, wurde die Frage eines Umstiegs noch einmal wichtiger und dringender, denn soweit ich weiß gibt es für Serendipity bis zum heutigen Tage kein einziges responsives Theme, dass auch auf mobilen Geräten eine gute Figur macht.

Heute habe ich endlich einen funktionierenden Importer gefunden und mit dem Umstieg auf WordPress hoffentlich eine zukunftssichere Basis für die nächsten Jahre gewonnen. Die schiere Größe sollte dafür sorgen, dass nicht so schnell die Lichter ausgehen.
Wie wichtig das ist, ist mir gerade  wieder einmal dadurch klar geworden, dass Koken, die Plattform auf der meine Fotoseite basiert, seit Monaten nicht mehr weiter entwickelt wird und nun zum Verkauf steht. Selbst wenn sich ein Käufer finden sollte, ist nicht klar, wie dessen Geschäftsmodell aussehen wird. Koken ist und bleibt ein praktisches CMS für Fotografen mit einer wunderbar aufgeräumten und klaren Oberfläche, aber unter diesen Umständen befürchte ich wohl wieder umsteigen zu müssen.

P.S. 2/56. Meh. Reboot.

Small Reprise

Ich bin wieder gut in Deutschland angekommen. Wieder war es eine Boeing 737-800 von Air Berlin, die uns trotz heftigem Gegenwind und einigem Gewackel pünktlich nach Berlin zurück brachte. 13:20 Uhr reihten wir uns in das übliche Gedränge am Gepäckband ein und nachdem ich dort cirka 30 Minuten Zeit hatte, mich über die wenig rücksichtsvollen Menschen aufzuregen, die sich in Trauben an das Band drängten und geradezu kuschelten, auch wenn ihr Gepäck weit und breit nicht zu sehen war, konnten wir kurz vor 14 Uhr endlich weiter. Habe ich erwähnt, wie sehr ich solche ineffiziente Egoismen hasse?
Aber egal, mit dem Taxi ging es dann zügig nach Hause und mit dem Auto ohne einen großen Zwischenstopp direkt weiter nach Chemnitz. Und zurück. Unterwegs kamen wir durch mehrere heftige Regenfronten, standen wegen umgestürzter Bäume im Stau und schlussendlich war ich gegen 0 Uhr wieder in Berlin.

In den nächsten Tagen werde ich mich über die Bilder her machen und vielleicht noch das Eine oder Andere posten. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Was bleibt? Fotos, Erinnerungen und eine ordentliche Erkältung. Irgendwas ist aber auch immer.

This could be the year for the real thing

Heute früh haben wir uns von Velse und Matti verabschiedet, den traditionellen Eintrag im Gästebuch hinterlassen und schon ging es in Richtung Parola. Auf dem Weg zum Panzermuseum fuhren wir durch diverse Regenfronten und ich hatte große Zweifel, ob ich das Museum trockenen Fußes erleben kann.

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Rechtzeitig, als wir auf den Parkplatz bogen, zeigte sich jedoch die Sonne am Himmel und ich konnte zwei Stunden bei bestem Wetter fotografieren, anschauen und lesen. Was fur eine Freude!

Kaum 100 km weiter checkten wir im Hotel ein, gaben den kleinen Tschechen ab und danach machte ich mich auf den Weg zur Aussichtsterrasse und fotografierte ein paar Flugzeuge. Eine Super-Teleobjektiv hätte mir große Freude bereitet, mit „nur“ 200 mm Brennweite erreicht man in Helsinki leider nicht viel.

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Zum Abendessen gab es neben Saibling ein ganz besonderes Dessert: Crème brûlée mit salziger Lakritze. Das klang zunächst komisch, schmeckte aber spektakulär.

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Morgen vormittag machen wir uns dann auf den kurzen Weg zum Terminal und 12:25 Uhr Ortszeit starten wir in Richtung Berlin, wo wir 13:20 Uhr Ortszeit ankommen werden.

Und als Nachtrag das gestern versprochene Bild vom staubigen Skoda.

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Daylight come and me ‚wan go home

Der letzte Tag in Nilsiä ist gekommen. Zum Mittagessen fanden wir uns noch einmal in der Gemeindeverwaltung von Juankoski ein, (diese Lachssuppe!) bevor Matti und ich bei wundervollem Sommerwetter noch einmal im Hornissennest stocherten. Aber auch heute zeigten sich trotz vorbildlicher Ausstattung mit Leiter und reichlich Fototechnik keine Hornet in Kuopio, offenbar sind Sommerferien. 😉

Am Abend fuhren wir noch einmal ins Restaurant El Monte, wo wir wiederum sehr gut speisten und schon war die Zeit gekommen, die Sauna zum letzten Mal für diesen Urlaub zu heizen und noch einmal in der Hitze über das Weltgeschehen zu philosophieren.

Morgen geht es dann früh nach Parola um Panzer zu besichtigen und wir übernachten nahe des Flughafens, um Samstag stressfrei gen Berlin starten zu können. Der kleine Skoda schlägt sich bisher tapfer, nur die dichte  Staubschicht der teilweise nicht asphaltierten Straßen lässt ihn etwas abgerockt wirken. Ein Bild davon folgt später, ausgerechnet heute will mich das Netz im Stich lassen.

Tomorrow I will be free, no work to do

Am vorletzten Tag in Nilsiä gingen Matti und Matti zunächst auf eine Entdeckungstour zu einem Aussichtsturm, den wir gestern gesehen hatten.

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Der Ausblick war toll und gleich daneben fanden wir eine offenbar seit Jahren verlassene, alte Schule.

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Wir machten uns sofort auf ins das Gebäude und ein paar Fotos später ging es dann zurück zum Sommerhaus und von dort zum Diner Dooris in Nilsiä, wo wir sehr lecker zu Mittag aßen. Dieser Lachs… Yummy!

Beim anschließenden Einkauf zeigte mir Matti die Biermarke mit dem billigsten Wortspiel alles Zeiten als Namen. Ich muss immer noch lachen:

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Am Nachmittag fuhren wir noch zu einer Foto- und Kameralernsession an einen kleinen Flughafen bei Rautavaara, heizten die Sauna sehr ausgiebig und nahmen dann in derselben Platz. Schön war’s! Morgen folgt der letzte Tag in Nilsiä, aber jetzt heißt es wieder: Gute Nacht Welt!

Waking up so early

Sonne, Regen, Sonne, Regen, Sonne, das beschreibt den heutigen Tag am Besten.
Nach dem Mittagessen ging es zuerst nach Nilsiä, wo ein paar Karten eingeworfen wurden und dann weiter nach Kuopio. Mit der 1904 vom Stapel gelaufenen „Osmo“ stachen wir wieder einmal in See und fuhren durch die Inseln der Stadt. Im Süden ist Kuopio eine wirklich, wirklich schöne Stadt und ich hätte fast Lust hier zu wohnen. Zumindest im Sommer. ;D
Danach ging es zum Puijo-Turm, einem 75m hohen Aussichtsturm in Kuopio. Seit 1987 war ich das dritte oder vierte Mal hier und jedes Mal spielte mir das Wetter einen Streich.

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Nachdem wir den kleinen Tschechen mit Futter versorgt hatten (6.5l/100km), gab es ein sehr leckeres Abendessen im Restaurant El Monte in Tahko.

Da die Zeit schon fortgeschritten war, wurde die Saune nicht mehr angeheizt und ich muss ohne die wohlige Entspannung ins Bettchen. Schade. Aber apropos Bettchen: Gute Nacht Welt!

It’s time to feel free and relax

Tag zwei in Nilsiä. Zum Frühstück habe ich zum ersten Mal Marmelade mit Käse probiert, nachdem Matti das so enthusiastisch betreibt. Kann man machen, schmeckt gar nicht schlecht.

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Zum Mittagessen sind wir in ein Restaurant/eine Kantine in der Stadtverwaltung von Juankoski gefahren. Günstig, praktisch, lecker.

Danach ging es weiter zum Flughafen von Kuopio, wo sich für heute Trainingsflüge der dort stationierten Hornets angekündigt hatten. Letztlich blieben die Hornissen aber am Boden und wir sahen nur eine Embraer von Finnair, bevor wir die im Auto gebliebenen Väter erlösten und schließlich weiter fuhren. Wer weiß, wer da vergessen hatte Benzin zu bestellen.  Aber morgen sollen die Hornets wieder fliegen. 😉

Danach folgten Kaffee und Kuchen, Karten schreiben, Pizza und der Saunabesuch. Gegen Abend zeigte sich dann noch die Sonne über dem See und zauberte mir einen wundervollen Ausblick in die Hütte am See. Dafür waren die Mücken heute auch überaus aktiv. Verdammte Mistviecher! Ich will endlich das Mücken-SDI von Bill Gates!

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Und jetzt heißt es wieder einmal: Gute Nacht Welt!

Time goes by and still I feel happy, happy

Am ersten kompletten Tag in Nilsiä haben wir zum Mittag noch einmal die Sache mit dem übervollen Tisch probiert, dann sind Heikki und Lisa, die über das Wochenende nach Nilsiä gekommen waren, um uns wenigstens kurz zu treffen, wieder nach Oulu gefahren.

Nachmittags waren wir dann mit Velse und Matti einkaufen und trotz des kühlen Wetters ein leckeres Eis essen. Sommer ist eben Sommer, die Temperaturen sind irrelevant. So hält man das offenbar auch in Helsinki, denn schon dort war mir aufgefallen, dass sich niemand von Regen oder 17 Grad beeindrucken ließ. Sommerkleidchen, Hotpants und Sandalen waren angesagt. Pitsch, patsch. Sommer ist eben Sommer. Aber so konnte man auch die verdammten Touristen leicht identifizieren – die perfekt gerüsteten Menschen mit Wanderschuhen und Fleecejacken unter den North-Face-Windbreakern…

Aber ich schweife ab. Eis, genau. Wir waren Eis essen. Und einkaufen. Im lokalen KKK-Market bekamen wir erwartungsgemäß keine weißen Kutten und keine weißen Hauben, aber leider auch keine Postkarten. Die Suche geht weiter. Seit ich selbst fotografiere bin ich unangenehm nörgelig geworden, was Karten angeht. Meh. Keiner kann solche Leute leiden Matti. Echt nicht!

Am Abend wurde wieder die Sauna angeheizt, es wurden Mücken erschlagen und sodann geschwatzt. Und jetzt: Licht aus, gute Nacht Welt!

Und am Ende der Straße steht ein Haus am See

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Transfertag. In Helsinki zeitig aufgestanden, noch einmal gut gefrühstückt und dann ging es auf nach Nilsiä. Auf dem Weg habe ich zwei oder drei kurze Stopps zum Fotografieren gemacht und versucht Google Maps beizubringen, wo ich hin will. Google war aufgeschmissen, der Mensch zum Glück nicht. Gegen 17 Uhr stand dann am Ende des Weges das Haus am See, dass ich seit 1987 immer wieder besucht habe. Die Sauna war bereits geheizt und danach bogen sich schon bald die Tische unter der Last von leckerem Grillgut und Beilagen. Morgen? Hmm, erst mal aufstehen. Mückenstiche zählen. Und dann mal schauen.