Aber ist das noch Punkrock…

Derzeit sieht es so aus, als hätte sich die Welt vorgenommen, mich finanziell wieder einmal so richtig in die Mangel zu nehmen. Die Reparatur meines Fahrrads war immerhin teuer genug, um den Entschluss zu fassen, in Zukunft keinem dämonisch grinsenden Fachmann mehr zu trauen und die Dinge stattdessen lieber selbst in die Hand zu nehmen. Als Übungsobjekt dient dabei ein gutes, altes Diamant-Rad, dass ich mir für reine Asphaltstrecken aufbauen möchte.
Um mich weiter zu peinigen ist die „Schar“ der Mitreisenden für den USA-Urlaub inzwischen von drei auf einen Mitstreiter geschrumpft, was den Urlaub auch nicht unbedingt billiger machen wird. Wenigstens ist auf Marcus verlass! Jetzt brauche ich nur noch einen Koffer und einen CabinMax, dann kann es endlich losgehen.
Und als ob das alles nicht schon viel zu teuer wäre, habe ich inzwischen festgestellt, dass beim Einbruch in mein Auto auch meine Rollenspielutensilien geklaut wurden. Charakterbögen aus fünfzehn Jahren Rollenspiel, unwiederbringliche Dinge wie meine Würfelsets, die Jamba-Umhängetasche und auch meine inzwischen sauteuren Regelbücher liegen jetzt wahrscheinlich in einem Mülleimer, weil der Junkie von seinem Dealer keinen Schuss für den „Kram“ bekam… und schon ist er wieder da, der blanke Hass. *grmpf*

Zurück zu den schönen Dingen des Lebens. Im Mai hat Ronny seinen Geburtstag nachgefeiert. Im Garten kam bei guter Musik, kalten Getränken und leckerem Grillgut ein Großteil der über die Republik verstreuten Bagage zusammen und hatte eine richtig gute Zeit. Dolle Party Ronny! Und das Beste daran ist: Schon im August sehen wir uns alle wieder im schönen Pionierlager Truckenthal.
Nur eine Woche später stand ich kurz davor, zum ersten Mal in meinem Leben am Einlass eines Clubs zu scheitern. Was war passiert? Niemand Anderes, als der anlässlich des Wave-Gotik-Treffens angereiste Micha B. war schuld! Mit ihm stand ich zwar nicht verkleidet aber höchst tanzwütig vor der Moritzbastei, als das Unfassbare passierte: Michas blaue Jeans und das todschicke, helle Hemd erschienen dem Einlassdienst aus völlig unerfindlichen Gründen einer WGT-Veranstaltung nicht angemessen… aber zum Glück durften wir nach ein paar Sätzen doch hinein. Obwohl, Glück ist in diesem Zusammenhang vielleicht eh eine Definitionsfrage. In der Moritzbastei lief gefühlt auf allen Floors der gleiche EBM-Mist und trotz heißen Bemühens wollte sich einfach keine richtige Tanzlaune einstellen. Immerhin waren einige Teilnehmer des WGT schick anzusehen, während andere zwischen skurril und „Himmel, das _steht_ Dir einfach nicht“ schwankten. Alles wie immer also.

Am 07.06. stand dann mein erstes Ärzte-Konzert an. Richtig gelesen, mein Erstes. Irgendwie habe ich es bisher immer geschafft Konzerte zu spät zu bemerken, keine Zeit oder kein Geld zu haben. Endlich! Als Vorband spielte „La Vela Puerca“ aus Urugay gefälligen Ska bzw. Brass-Rock zum warm werden und dann konnte es los gehen.

[picasa]AerzteLeipzig2012[/picasa]


Aus dem Publikum hoben sich die angesichts des auch vor der „besten Band der Welt“ nicht halt machenden Alterungsprozesses Schilder, wie „Farin wir wollen Kinder von Dir…. sein!“, das Intro versprach uns, in drei Stunden wären wir „irre lächelnde, erschöpft aber glücklich sabbernde Pampeklumpen“ und in unsere „Bestandteile zerlegte Bündel der Glückseligkeit, atomisiert durch die Kraft des Rock“ und das sollte sich als absolut richtig erweisen. Fast drei Stunden spielten die Ärzte, vier Zugaben und sogar Tüllröcke und rosa Flügel gab es zu sehen. Drei Stunden schreien, hüpfen und singen sorgten dafür dass hinterher wirklich jedes Körperteil weh tat. Ein großer Spaß!

Als kleiner Ausgleich, für den in diesem Jahr leider ausgefallenen Trip zum 24h-Rennen am Nürburgring, stand am 09.06. ein Ausflug zum Rennen der ADAC GT-Masters auf dem Programm. Mit Ronny und Ela hatte ich einen herrlichen Tag in der Sonne mit brüllenden Motoren als Soundtrack. Herrlich, auch wenn ich mir einen finsteren Sonnenbrand auf Armen und Ohren eingefangen habe und meine Haut gerade in Fetzen herunterhängt… 😉

[picasa]Sachsenring2012[/picasa]

P.S. Es ist EM und Orange trägt nur die Müllabfuhr… 😉

7/56

5 Gedanken zu „Aber ist das noch Punkrock…

  1. Alion

    Ich war gestern mit Marek essen und da ist mir eingefallen, dass du mal irgendetwas gesagt hast du würdest jemanden in der Schweiz besuchen.
    Kommt das noch, oder warst du hier ohne uns Bescheid zu sagen?
    Aber wenn ich das hier so lese sieht es in nächsten Zeit nicht danach aus.

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    1. Riipa

      Eher 2013 als 2012. Dieses Jahr geht fast der gesamte Urlaub für die USA drauf. Aber das steht noch.
      Und ich würde NIE in die Schweiz fahren, ohne Euch Bescheid zu geben, das wäre ja geradezu doof. 😉

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  2. Anonymous

    zitat“[…]des auch vor der „besten Band der Welt“ nicht halt machenden Alterungsprozesses[…]“

    warum muss man sowas immer thematisieren!?!??
    sind auch nur menschen und die menschheit wird nunmal älter. ist doch normal. und trotzdem sieht auch bela noch gut aus!
    aber wahrscheinlich hättest du am liebsten eine welt bestehend aus zombies und cyborgs und rings rum natur ohne kleinzeug.

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    1. Riipa

      Hauptsächlich sollte man es erwähnen, weil die Schilder lustig waren. 🙂

      Und zu der Welt: Zombies muss ich nicht haben, aber sie sind nun mal eine Realität, sie werden kommen: http://www.fr-online.de/gesundheit/-cloud-nine–die-droge–die-menschen-zu-zombies-macht,3242120,16412434.html
      Cyborgs müffeln, stattdessen könnte ich mir leichtbekleidete, junge Damen vorstellen. Die Abwesenheit von Krabbeltieren finde ich hingegen sehr begrüßenswert.
      Eines Tages wird man es als „1. Mattisches Gesetz“ bezeichnen, dass Wesen mit weniger als zwei und mehr als vier Extremitäten einfach komisch sind. Ausgebildeten Extremitäten. Keine Chance liebe Schlangen…

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