In A Quandary

Das letzte (kurze) Update liegt nun schon wieder vier Wochen zurück und die Zeit rennt. Die Wochenenden sind bis Mitte Mai durchgeplant und ich habe nicht das Gefühl, dass es dann plötzlich anders werden wird. Wenigstens hat Ostern etwas Entspannung gebracht. Den Karfreitag habe ich sinnlos auf der Couch gegammelt, während Andreas an meinem Rechner gezockt hat, statt mir Rezepte aufzuschreiben. Am Samstag haben wir dann Ronny, Antje und Malte besucht und haben uns dann in Jena mit Steve, Thomas und Marcus getroffen, um einen Abend lang zu reden und natürlich auch zu schlemmen.

Am Ostermontag ging es dann nach Chemnitz. Auf dem Programm stand diesmal allerdings nicht der übliche Besuch bei den Eltern, sondern allgemeines Chemnitz-Wiederentdecken mit Jette. Ich muss konstatieren, dass die Stadt wirklich viele schöne Ecken erhalten hat. Insbesondere der Bereich um unsere alte Wohnung hat sich extrem positiv verändert. Ich wage es kaum zu sagen, aber hier ließe es sich tatsächlich wieder aushalten.
Der Aussichtsturm auf dem Totenstein wurde seit meinem letzten Besuch eindeutig um _mindestens_ 50 Meter erhöht (*schnauf!*), das Softeis an der Kaßbergauffahrt ist immer noch toll und das Essen im Henrics richtig lecker.
Andererseits ist da eben auch der allgegenwärtige Verfall. Die Einwohnerzahlen schrumpfen weiter, die Altersstruktur verschiebt sich geradezu dramatisch und so finden sich zwischen all dem Neuen und Schönen immer wieder Inseln des Verfalls. Ganze Häuserzeilen verschwinden aus Mangel an Bedarf und wahrscheinlich wird man auch das inzwischen leer stehende Gebäude des Gymnasiums am Schloßteich, meiner Penne, bald abreißen müssen.
Trotz dieser etwas melancholischen Zwischentöne und dem durchwachsenen Wetter war das ein richtig schöner Tag. Und ein paar brauchbare Fotos sind dabei auch noch herum gekommen. So muss das. Und in Zukunft werden wohl noch ein paar viel tollere Fotos hinzukommen, denn zum Geburtstag gab es von meinem Papa ein schickes, lichtstarkes Festbrennweitenobjektiv für Portraits und Innenaufnahmen. Yeah! So langsam muss ich mir mal ein paar Gedanken machen, wo ich Molton herbekomme und vor allem welches Zimmer dann ausräume. Bad? Küche? Das hat alles so sein Für und Wider. Ich fürchte ich muss doch schneller reich werden, als ich das vor hatte. 😉

Am letzten Wochenende habe ich Volker Pispers endlich einmal live gesehen. Zwar kam ich dzu den Karten, wie die Jungfrau zum Kinde, aber ein bisschen Glück gehört offenbar dazu, wenn man Volker Pispers sehen will, der Mann ist notorisch ausverkauft. Beziehungsweise sind es seine Veranstaltungen. Allen, die nicht das Glück hatten an zu Karten zu kommen, sei die brandneue CD „Bis Neulich 2012“ ans Herz gelegt.
Nach dem das Politkabarett das schlechte, linke Gewissen ein wenig beruhigt hatte, konnten wir später in der Moritzbastei ganz befreit das Tanzbein schwingen. Der Rollenspiel-Samstag fiel dann zwar etwas müde und gereizt aus, aber irgendwas ist ja schließlich immer.
Am Sonntag gab es dann lecker Eis mit Sandy sowie ein mageres Stündchen mit der Diablo3-Open-Beta und schon startet eine weitere Woche… ich habe eindeutig zu wenig Zeit.

P.S. 3/56

5 Gedanken zu „In A Quandary

  1. Els

    Immerhin hast du Diablo zocken können!
    Ich kam mal locker GAR NICHT dazu! =(
    Is aber auch zum kotzen mit der Zeit! Und da werden die Tage durch die schwächelnde Erdrotation schon immer länger… :/

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    1. Riipa

      Was mich geschockt hat, war wie wenig mich Diablo anmachen konnte. Keine Spur von süchteln, statt dessen ein wenig aufregen, weil alles zu sehr auf Casual N00bs ausgerichtet ist. Ronny mochte es allerdings, ich muss wohl irgendwo auf dem Weg alt geworden sein. Darn it.
      Vielleicht ist „keine Zeit zum Zocken“ aber auch nur ein Zeichen dafür, dass wir mittlerweile andere (falsche) Prioritäten setzen Junge! Sogar der Manu sagt ja schon, dass er gerade quasi nichts daddelt… mir wird Angst!

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  2. Els

    Prios sind definitiv anders als vor 15 Jahren 😀
    Und heute werden PC Games auch nicht mehr für Nerds gemacht oder um Genre zu revolutionieren.
    Heute gehts ums Geld. Und das will Blizzard verdienen. Reichlich.

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