Tanzt Du noch einmal mit mir?

Weihnachten ist vorbei und das ist auch gut so. Ich habe gekauft, gegeben, genommen, gefeiert, gekocht, gebraten, gegessen, gereut, gelegen, gelesen, getroffen; bin gefahren und gerutscht – kurz, ich habe ein paar Tage vor mich hin geschimmelt und jetzt ist es ganz gut, dass es wieder weiter geht.

Gelesen habe ich „Er ist wieder da„, von Timur Vermes. Der Author lässt in dieser bitterbösen, tiefschwarzen Satire Adolf Hitler im Jahr 2011 auferstehen und als Ich-Erzähler seine neue Karriere beim Privatfernsehen dokumentieren. In dieser neuen Welt bemüht sich der Führer mit seinem menschenverachtenden Duktus und in der ihm eigenen Diktion um Deutung und die Erfüllung dessen, was er wieder einmal als besondere, vom Schicksal vorhergesehene Pflicht wahrnimmt. Das ist teilweise unfassbar komisch, oft aber auch erschreckend, so dass mir genauso oft das Lachen im Hals stecken blieb, wie ich lauthals loslachen musste.
Beeindruckend finde ich, wie Timur Vermes treffsicher und mit außergewöhnlichem Sprachgefühl die verschwurbelte Diktion Adolf Hitlers nachempfunden hat. Satzungetüme mäandern durch den Raum, Tierbeispiele hinterlassen spürbar verknotete Hirnwindungen und zuweilen ist es schwer zu glauben, dass es sich nicht um Originaltexte des Diktators handelt. Unbedingt lesen!

Ebenfalls über Weihnachten hatte ich die Gelegenheit mit der neuen Nikon D3200 meines Vaters herumzuspielen. Die Bildqualität macht durchweg einen guten Eindruck und der Guide-Modus ist für Anfänger in Sachen digitaler Spiegelreflexkameras ebenfalls eine tolle Sache. So richtig überrascht hat mich allerdings die Qualität des 18-55 VR Kit-Objektivs. Ich kannte das 18-55 ohne VR bereits als Kit-Objektiv meiner D60 und muss sagen, dass das VR in Sachen Haptik und Qualitätsanmutung in einer völlig anderen Liga spielt. Zoom und Focusring laufen hier äußerst satt und präzise, nichts wirkt klapprig und billig. Auch die Bildqualität geht für ein so günstiges Objektiv mehr als in Ordnung und ich überlege ernsthaft dem kleinen, leichten Allrounder zumindest auf Reisen einen Platz im Fotokoffer freizuräumen.

Außerdem habe ich endlich angefangen, die „Song of Ice and Fire„-Reihe zu lesen, versuche mittels Broilers-Dauerbeschallung für das letzte Konzert des Jahres textsicher zu werden. Ich bin ja soooo aufgeregt.

Wenn ich demnächst in den Urlaub nach Teneriffa aufbreche, plane ich an bekannter Stelle wieder einen täglichen Abriss unserer Erlebnisse zu veröffentlichen. Login und Passwort gibt es dann wieder von mir per Mail. 🙂

2 Gedanken zu „Tanzt Du noch einmal mit mir?

  1. Anonymous

    Du hast wohl auch eine Erweiterung für deinen Wortschatz bekommen, wie du das Buch oben beschreibst..
    Wird Hitler aber nicht zu sehr vermarktet heutzutage?
    Schön, wenn sich Weihnachten für dich ‚gelohnt‘ hat auch kameramäßig auszuprobieren 🙂
    Ich hoffe du warst auch ein guter Lamettachrist.

    Und ich nehme mir fürs neue Jahr mal vor, deinen Blog nicht mehr zu spammen…

    …oder doch lieber weniger klugsch***
    (denn ich wollte noch sagen, dass Weihnachten offiziell noch gar nicht vorbei ist, wie du ja sicher weißt)

    mal sehen

    gruß

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  2. Els

    Tena-was?
    Da pass nur gut auf, dass Du Dir nicht wieder die Trüffilis einfängst, so wie damals bei Deinem ersten Rap-Battle mit dem jüdischen Albino-Knaben-Chor auf den Kakerlaken!

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